Maine Coon Katze
Allgemein

Schritt in die richtige Richtung – Strafe für nicht kastrierte Freigänger Katzen

Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland, mehrere Millionen Samtpfoten führen meist ein behagliches Leben. Manchmal auf der Couch und am Fenster, häufig aber eben auch als Freigänger. Nicht immer wird für Freigänger-Katzen aber von deren Halter die volle Verantwortung übernommen, oftmals eben nur der Fressnapf gefüllt. Und so können die frei herumlaufenden Katzen ihre freie Zeit auch nutzen um den Ruf der Natur zu folgen. Und so wird aus einer Katze plötzlich eine Katze mit einem Wurf Kitten dazu. Wird man den ersten Wurf noch im Freundeskreis los, wird man beim nächsten Wurf feststellen, dass die Zahl der Freunde nicht mit der Anzahl an Kitten Schritt halten wird.

Also sollte man doch gleich vermeiden, dass die Katze Junge um Junge wirft bzw. der Kater seine DNA allzu freigiebig verteilt.

In Leichlingen hat nun die Tierhilfe beantragt, dass freilaufende Katzen nicht nur gekennzeichnet sein müssen, sondern auch kastriert. Über diesen Vorschlag der Tierhilfe soll der Rat der Stadt am 1. März 2018 entscheiden. Die Tierhilfe hat sich auch 2017 wiede rum zahlreiche Tiere kümmern müssen. Aufgenommen wurden zwei Hunde. Dem steht, laut Tätigkeitsbereicht für das Jahr 2017, eine sehr hohe Zahl an Katzen gegenüber, nämlich 65 Katzen plus zwei neugeborene Welpen. Außerdem noch Kaninchen (9), Wellensittiche (4) und jeweils ein Nympensittich, ein Kanarienvogel und eine Rotwangenschildkröte. Im Herbst musste man sich dann innerhalb von kurzer Zeit auch noch um 13 Katzenwelpen von Wildkatzen (damit sind Katzen gemeint, die verwildert im Stadtgebiet leben) kümmern.

Tätigkeitsbericht 2017 der Tierhilfe Leichtlingen

Der Vorschlag kommt nicht von ungefähr von der Tierhilfe. Schließlich landet bei dieser der Nachwuchs, der nicht mehr gewollt ist. Und so kümmert man sich hier öfters um ausgesetzte, herrenlose und verwildert lebende Katzen.

Schuld daran sind nicht nur die Katzen, die sowieso schon wild leben, sondern eben auch Freigängerkatzen. Und so wird in der Vorlage, die zur Abstimmung steht, auch ohne Scheu geschrieben, dass Katzenbesitzer, die ihre Freigänger nicht kastrieren, kennzeichnen und registrieren lassen, mit verantwortlich für das Leid zahlreicher freilebender Katzen seien. Und dazu noch Kosten zur Lasten der Kommune verursachen.

Der Verordnung nach, die allerdings noch beschlossen werden muss, ist es zukünftig die Pflicht der Katzenhaltern, Katzen, denen sie Zugang ins Freie zu gewähren zuvor zu kastrieren und eben zu kennzeichnen (Tätowierung oder Mikrochip). Ausgenommen sind nur Katzen, die jünger als fünf Monate sind.

Interessant ist auch die Definition von Katzenhalter. Als solcher gilt auch, wer künftig freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

Verstöße gegen die neue Kastrationspflicht für Katzen sollen mit 100 Euro bestraft werden.

Neu oder gar einmalig ist eine solche Regelung bzw. ein solcher Bußgeldkatalog nicht. In Paderborn kam man 2008 als erste Stadt in Deutschland auf diese Idee. Inzwischen sind es in Deutschland mehr als 250 Städte, in denen ähnliche Regelungen für Katzenhalter gelten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.